
Salz und Zucker
Warum der Verzicht darauf mit 10–12 Monaten immer noch wichtig ist
Da Ihr Baby jetzt eine viel größere Vielfalt an Lebensmitteln isst, sind Salz und Zucker es wert, erneut betrachtet zu werden. Die Grenzen, die mit 6 Monaten galten, gelten jetzt immer noch sehr – und in gewisser Weise ist es noch wichtiger, sich dessen bewusst zu bleiben, da das Baby mehr Vielfalt und größere Mengen isst. Die gute Nachricht ist, dass der Verzicht auf Salz und Zucker keineswegs langweiliges Essen bedeutet.
Warum Salz für Babys ein echtes Problem ist
Die Nieren eines Babys reifen noch und können die Salzmengen, die Erwachsene problemlos verarbeiten, einfach nicht verarbeiten. Der NHS rät, dass Babys unter 12 Monaten weniger als 1 g Salz pro Tag zu sich nehmen sollten – das ist weit weniger, als der durchschnittliche Erwachsene konsumiert. Zu viel Natrium belastet die sich entwickelnden Nieren und kann auch früh eine Vorliebe für salzige Geschmacksrichtungen etablieren, was es schwieriger macht, eine gesunde Ernährung aufrechtzuerhalten, wenn Ihr Kind wächst.
Verstecktes Salz in alltäglichen Lebensmitteln
Das Knifflige ist, dass sich Salz in vielen Lebensmitteln versteckt, die Eltern nicht sofort als salzig einstufen würden. Brot ist einer der größten Verursacher – eine einzelne Scheibe Brot für Erwachsene kann bis zu 0,5 g Salz enthalten. Käse, insbesondere verarbeitete Sorten, ist reich an Natrium. Brühwürfel und Soßenpulver sind extrem salzig – verwenden Sie immer selbstgemachte salzarme Brühe oder suchen Sie nach speziellen Baby-/salzarmen Versionen. Gebackene Bohnen in Tomatensoße, Wurstwaren und viele Frühstückscerealien enthalten ebenfalls mehr Salz, als man erwarten würde. Prüfen Sie immer die Etiketten.
Was ist mit Zucker?
Zugesetzter Zucker wird vor 12 Monaten nicht empfohlen, und es gibt keinen ernährungsphysiologischen Grund dafür – er kann den sich entwickelnden Zähnen schaden, eine Vorliebe für süße Geschmacksrichtungen fördern und nährstoffreichere Lebensmittel verdrängen. Natürlicher Zucker in ganzen Früchten ist in Ordnung; er wird zusammen mit Ballaststoffen, Vitaminen und Wasser geliefert, die die Aufnahme verlangsamen. Der irreführende Bereich sind Produkte mit der Aufschrift „ohne Zuckerzusatz“ – das bedeutet nicht zuckerarm, da diese Produkte oft auf konzentrierten Fruchtsaft (der sich ernährungsphysiologisch wie Zucker verhält) zur Süßung zurückgreifen. Prüfen Sie immer die Zutatenliste und nicht nur die Vorderseite der Verpackung.

Würzen von Erwachsenen-Essen nach dem Servieren des Babys
Die einfachste praktische Strategie ist es, sich anzugewöhnen, zuerst die Portion des Babys zu servieren und dann den Rest zu würzen. Kochen Sie das Familienessen ohne Salz, stellen Sie den Teller des Babys beiseite und fügen Sie dann Salz, Sojasauce, Brühe oder Gewürze zu den Portionen der Erwachsenen am Tisch hinzu. Das dauert Sekunden und bedeutet, dass Sie keine zwei separaten Mahlzeiten kochen müssen. Brühwürfel und Soßen, die beim Kochen verwendet werden, sind die häufigste Ursache, warum Salz versehentlich im Essen des Babys landet, daher macht das Weglassen dieses Schrittes den größten Unterschied.
Geschmack ohne Salz oder Zucker
Babykost muss nicht fade sein – sie braucht nur andere Geschmackswerkzeuge. Ein Spritzer Zitrone oder Limette hellt Geschmacksrichtungen wunderbar auf. Frische Kräuter wie Basilikum, Koriander und Petersilie verleihen Komplexität ohne Nachteile. Milde Gewürze – Kreuzkümmel, Koriander, Zimt, mildes Currypulver – sind sicher und wunderbar ab dem frühen Beikostalter. Knoblauch, Ingwer und Zwiebeln, die in Soßen gekocht werden, verleihen echte Tiefe. Babys, die früh mit einer breiten Palette von Geschmacksrichtungen in Kontakt kommen, sind später im Allgemeinen experimentierfreudigere Esser.
Das Wichtigste in Kürze
Wissenschaftliche Quellen
Die Empfehlungen in diesem Ratgeber basieren auf diesen Quellen.