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Erst Milch, später Wasser
4–6 Monate — erste BissenSicherheit

Erst Milch, später Wasser

Was Sie über Wasser und Getränke vor 12 Monaten wissen müssen

Wissenschaftlich fundiert6 wissenschaftliche Quellen ansehen

Eine der häufigsten Fragen, die Eltern beim Start der Beikost haben, ist, ob man Wasser zu den Mahlzeiten anbieten sollte. Die Antwort lautet ja – aber nur in kleinen Mengen, erst ab etwa 6 Monaten und niemals als Ersatz für Milch. Hier erfahren Sie, was die Richtlinien dazu sagen und warum es wichtig ist.

Milch ist immer noch die Hauptsache

Muttermilch oder Säuglingsnahrung bleiben die primäre Nahrungsquelle Ihres Babys, bis es 12 Monate alt ist – Beikost ergänzt sie, ersetzt sie aber nicht. In den ersten Monaten der Beikost sind die Essensmengen winzig und der kalorische sowie ernährungsphysiologische Beitrag der festen Nahrung ist minimal. Lassen Sie sich nicht dazu verleiten, die Milchmahlzeiten vor 9–12 Monaten erheblich zu reduzieren. Ihr Baby wird mit zunehmender fester Nahrungsaufnahme auf natürliche Weise etwas weniger Milch trinken, aber dies sollte in seinem eigenen Tempo geschehen.

Wann kann Wasser angeboten werden?

Kleine Schlucke Wasser können ab etwa 6 Monaten eingeführt werden, angeboten zu den Mahlzeiten und nicht dazwischen. Vor 6 Monaten wird reines Wasser nicht empfohlen, da die Nieren von Babys noch unreif sind und überschüssige Flüssigkeit nicht verarbeiten können – selbst eine kleine Menge Wasser kann den Natriumspiegel verdünnen und in extremen Fällen zu einer Hyponatriämie (Wasservergiftung) führen. Bleiben Sie bei Muttermilch oder Säuglingsnahrung als einziger Flüssigkeit, bis Ihr Baby bereit für feste Nahrung ist.

Wie viel Wasser ist sicher?

Ab 6 Monaten empfiehlt die AAP nicht mehr als 4–8 Unzen (120–240 ml) Wasser pro Tag, und das nur zu den festen Mahlzeiten – nicht als eigenständiges Getränk über den Tag verteilt. Eine kleine offene Tasse oder ein frei fließender Schnabelbecher (kein Becher mit Ventil) ist das empfohlene Gefäß, da diese Babys helfen, das Schlürfen statt des Saugens zu lernen. Es ist nicht nötig, Wasser zu forcieren – wenn Ihr Baby ein paar Schlucke zu jeder Mahlzeit akzeptiert, ist das völlig ausreichend.

Was ist mit Saft und anderen Getränken?

Fruchtsaft wird für Babys unter 12 Monaten nicht empfohlen, unabhängig davon, ob es sich um 100% reinen Saft handelt. Saft liefert Zucker ohne die Ballaststoffe ganzer Früchte und kann zu Karies und einer Vorliebe für süße Getränke beitragen. Kohlensäurehaltige Getränke, Sirup und aromatisierte Getränke sind ebenfalls völlig ungeeignet für Babys. Kuhmilch kann ab 6 Monaten zum Kochen und Mischen in Speisen verwendet werden, sollte aber nicht als Getränk gegeben werden, bis Ihr Baby 12 Monate alt ist.

Milchmahlzeiten aufrechterhalten

Als grobe Richtlinie benötigen Babys im Alter von 6–9 Monaten typischerweise immer noch etwa 500–600 ml Muttermilch oder Säuglingsnahrung pro Tag, zusätzlich zu zunehmenden Mengen fester Nahrung. Von 9–12 Monaten kann sich dies leicht reduzieren, bleibt aber wichtig. Das Anbieten einer Milchmahlzeit vor den festen Mahlzeiten (statt danach) in den ersten Wochen hilft sicherzustellen, dass die Hauptnährstoffbedürfnisse Ihres Babys gedeckt sind, auch wenn es anfangs nicht viel feste Nahrung isst.

Das Wichtigste in Kürze

Muttermilch oder Säuglingsnahrung bleiben bis 12 Monate die primäre Nahrungsquelle – Beikost ist eine Ergänzung, kein Ersatz.
Reines Wasser sollte vor 6 Monaten nicht gegeben werden, da es für unreife Nieren gefährlich sein kann.
Ab 6 Monaten sind kleine Schlucke Wasser zu den festen Mahlzeiten in Ordnung – bis zu 4–8 Unzen (120–240 ml) pro Tag.
Fruchtsaft, Sirup und aromatisierte Getränke sind vor 12 Monaten nicht geeignet.
Verwenden Sie eine frei fließende Tasse oder einen offenen Becher anstelle eines Schnabelbechers mit Ventil, um das richtige Schlürfen zu fördern.

Wissenschaftliche Quellen

Die Empfehlungen in diesem Ratgeber basieren auf diesen Quellen.

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